Katarakt-Operation
Um den Grauen Star (Katarakt) wirkungsvoll zu behandeln, gibt es nur die Möglichkeit, die trübe, natürliche Linse durch eine Kunstlinse zu ersetzen. Nach der Operation kann das Licht dann wieder ungehindert ins Auge einfallen.
Wann sollte operiert werden?
Es muss nicht erst zu massiven Einschränkungen und Beschwerden kommen. Der Zeitpunkt für eine Operation ist dann gekommen, wenn der Patient sich im alltäglichen Leben (z.B. im Beruf, beim Autofahren) beeinträchtigt fühlt. Achten Sie auf die ersten Anzeichen und lassen Sie regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen.
Der Operationsablauf
Die Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung und dauert 15 Minuten. Aufgrund der Vor- und Nachbereitungen für die Operation sollten jedoch ca. 1 ½ Stunden Aufenthalt in der Praxis am Operationstag eingeplant werden.
Durch einen winzigen Schnitt in die Hornhaut wird das Auge geöffnet. Wir arbeiten in Klein-Schnitt-Technik, dabei ist der Schnitt nur 2,2 mm lang und verschließt sich am Ende des Eingriffs von selbst, so dass eine Naht in der Regel nicht notwendig ist.
Im nächsten Schritt wird durch Ultraschall-Technik die trübe Linse zerkleinert und entfernt. Nun wird die Kunstlinse in die klare Linsenkapsel implantiert. Am Ende der Operation wird zum Schutz des Auges ein Augenverband angelegt.
Der Augenverband wird erst bei der Kontrolle am nächsten Tag in unserer Praxis, ggf. in der Praxis Ihres zuweisenden Augenarztes, abgenommen. In den meisten Fällen ist nach dieser Kontrolle kein Augenverband mehr erforderlich.
Am Tag nach der Operation erhält der Patient Augentropfen, die ab sofort regelmäßig getropft werden müssen.
Außerdem sollten bestimmte Verhaltensregeln eingehalten werden: z.B. sollte in jedem Fall vermieden werden, das frisch operierte Auge zu reiben oder Schmutz ans Auge zu bringen, ebenso sind körperliche Aktivitäten, die mit größerer Anstrengung verbunden sind, zu meiden. Eine leichte, beispielsweise versehentliche Berührung des Auges oder der tägliche Spaziergang stellen aber keine Probleme dar.
Welche Risiken gibt es bei einer Katarakt-Operation
Keine Operation ist risikolos. Doch dank der Erfahrung von Frau und Herr Dr. Reinhard, moderner Operations-Methoden und einer hoch entwickelten Linsentechnologie ist die Komplikationsrate sehr gering. Mehr als 95% aller Operationen verlaufen planmäßig.
In weniger als 0,1% der Fälle treten im Heilverlauf schwerwiegendere Probleme auf, z.B. eine Entzündung des Augeninneren (sog. Endophthalmitis). Daher ist es sehr wichtig, die verordnete Therapie gewissenhaft anzuwenden und vereinbarte Kontrolltermine wahrzunehmen.
Die Sehleistung nach der Operation:

Die Sehleistung ist nach dem Eingriff nicht in erster Linie, aber auch abhängig von der Art der Kunstlinse, die eingesetzt wird.
Standardmäßig und von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird eine hochwertige Monofokallinse implantiert. Mit dieser Linse benötigt der Patient in der Regel nach der Operation meist nur noch eine Nahbrille.
Besonders aktive Patienten hegen häufig den Wunsch nach weitgehender Brillenunabhängigkeit. Dann wird geprüft, ob die Implantation einer Multifokallinse möglich ist. Mit der passenden Multifokallinse können Patienten sowohl in der Nähe als auch in der Ferne scharf sehen.
Die Entscheidung, ob eine Mono- oder eine Multifokallinse eingesetzt wird, muss vor dem Operationstermin bei Ihrer Voruntersuchung in unserer Praxis getroffen werden, da die Multifokallinsen individuell für jeden Patienten angefertigt werden.
Auch bei mittlerer bis hoher Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) gibt es eine Speziallinse (torische Linse), die abhängig von den vor der Operation erhobenen Werten bestellt oder für Ihr Auge angefertigt werden kann.
Patientenberatung:
Diese Ausführungen ersetzen nicht unsere persönliche und ausführliche Patientenberatung.